Noch ist es ruhig in der Hecke. Doch schon bald ziehen Vogelfamilien mit ihren Nestern ein. Vorsicht ist geboten, wer jetzt noch zur Säge greift. Immer wieder kommt es vor, dass spät im Frühling Hecken stark gekürzt oder ganz abgeholzt werden. Ein fataler Fehler, denn viele Vogelarten können so ihr Zuhause verlieren.

Auf dem Computer-Bildschirm in der Vogelpflegestation Mythenquai in Zürich werden Fotos eingeblendet. Fotos von Jungvögeln, die gerade schlüpfen. Das Nest mit Amseln wurde kurz vorher aus einer Hecke geschnitten. Der ungewollte «Übeltäter» war ein Gartenbesitzer, der seine Hecke kürzen wollte. Kein tragischer Einzelfall. Denn dies komme viel zu oft vor, wie Elisabeth Schlumpf von der Vogelpflegestation Mythenquai, der Voliere-Gesellschaft Zürich, erklärt. So werden bei ihr regelmässig ganze Vogelnester samt Inhalt abgegeben.

Die frisch geschlüpften Amseln haben dank intensiver Pflege und viel Fachwissen überlebt. Obwohl Jungvögel bei Elisabeth Schlumpf in guten Händen sind, sollten sie eigentlich von ihren Eltern aufgezogen werden. Doch Vogelnester können nicht einfach umplatziert werden. Deshalb plädiert Elisabeth Schlumpf an die Vernunft und Rücksichtnahme der Gartenbesitzer. Denn heckenbrütenden Vögel sind auf einen bestimmten Lebensraum angewiesen und sollten während der Brutsaison nicht gestört werden. Ganze Gelege könnten ansonsten verloren gehen.

Bericht in der Sendung Tiergflüschter von Teletop am 17. März 2019

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Der Bericht über die Voliere beginnt bei Minute 1:00.