Bestenfalls werden vor dem Rodungsbrand noch Edelhölzer geschlagen, der Rest wird vernichtet. Die komplexe Lebensgemeinschaft Regenwald wird sich nie wieder einstellen.
Die hochproduktive Lebensgemeinschaft Regenwald wächst meist auf sandigen, unfruchtbaren Böden. Im unberührten Regenwald ermöglicht das Klima ein ganzjähriges Wachstum. Pilze, Bakterien und andere Bodenlebewesen bauen tote Pflanzen und Tiere rasch ab. Die Bäume nehmen die Abbauprodukte mit ihren Wurzeln sofort wieder auf und führen sie dorthin, wo sie gebraucht werden.
Auf gerodeten Flächen ist dieser Mechanismus ausgeschaltet, eine vernünftige Nutzung nicht möglich. Die dünne fruchtbare Bodenschicht ist schnell abgetragen und die Erträge, die einem gerodeten Waldstück abgerungen werden, reichen höchstens für wenige Jahre.
Zurück bleibt früher oder später verwüstetes Land. Weil sich auch das Klima ändert, wächst kein Baum mehr nach. Weltweit entstehen auf diese Weise alle zwei Jahre neue Wüsten von der Grösse Deutschlands.