Schillerfarben entstehen in der Regel durch wechselnde Lichtbrechung an den blättchenartig verbreiterten Federstrahlen. Der schillernde Glanzfasan lebt im Himalaya.
Wie kommen Gefiederfarben zu Stande?
Federn sind Träger der Färbung und Zeichnung. Die schönen metallischen Schillerfarben wie der Purpurglanz der Stare oder das glänzende Blau oder Grün auf den Flügelspiegeln von Enten sind Strukturfarben. Sie entstehen durch wechselnde Lichtbrechung, hervorgerufen durch die Struktur der Federn. Die übrigen Farben sind Pigmentfarben, hervorgerufen durch die Einlagerung von Farbstoffen. Schwarz und Braun beruhen auf dem Farbpigment Melanin. Viele der roten, orangefarbenen und gelben Federfarben entstehen durch die Einlagerung von Carotinen, die der Nahrung entnommen werden. Daher verlieren viele rote oder gelbe Vögel bei unnatürlicher
Ernährung ihre Färbung. Durch Carotingaben unmittelbar vor der Mauser kann dieses Ausbleichen wieder behoben werden.
Die Färbung der Feder beeinflusst auch deren Festigkeit. Durch Melanineinlagerungen erhält die Feder eine höhere Stabilität. Deswegen haben auch die meisten weissen Vögel dunkle Schwungfedern. Das Schwarweiss-Muster von Möwenschwingen beispielsweise ist den mechanischen Vorgängen der Federabnutzung und den Anforderungen des Fluges angepasst.