Was hat es mit der Mauser auf sich?

Federn sind zwar hart und elastisch, nutzen sich aber doch ab. Deswegen werden sie von Zeit zu Zeit abgeworfen und durch neue ersetzt: der Vogel mausert sich. Ein weiterer Mausergrund ist der Wechsel vom Pracht- zum Schlichtgefieder oder der Jahreszeitenwechsel.
Der Aufbau eines neuen Gefieders verbraucht viel Energie, so dass die Mauser nicht während der Brutzeit oder während des Zuges erfolgen kann, wenn der Vogel grosse Leistungen vollbringen muss. Die meisten Vögel wechseln ihr Federkleid nach und nach, so dass sie immer fliegen können. Wasservögel wie Alke, Seetaucher und Lappentaucher werfen sämtliche Handschwingen auf einmal ab und sind für mehrere Wochen flugunfähig. Sie müssen sich bei der Flucht vor ihren Feinden ja nicht ausschliesslich auf ihr Flugvermögen verlassen: Droht ihnen 
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Gefahr, tauchen sie einfach ab. Auch Kraniche und Gänse sind während der Mauser eine Weile flugunfähig. Sie suchen in diesen Wochen verlassene Gegenden auf, wo sie genügend Nahrung finden und keine Raubtiere fürchten müssen. Am bekanntesten ist wohl der Mauserzug der Brandgänse: Alle europäischen Brandgänse ziehen ins deutsche Wattenmeer, auf eine Insel vor der Elbmündung in der Nähe von Cuxhaven.
Der Nachwuchs der meisten Vogelarten trägt ein Jugend-Tarnkleid, sieht also anders aus als die Eltern. Nach der ersten Mauser tragen auch die Jungvögel das arttypische Federkleid der Altvögel.
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