Mythenquai 1       CH - 8002 Zürich       044 - 201 05 36      info@voliere.ch

 

StartseiteÜbersichtDownloadNutzungsbedingungenKontaktImpressum


Aktuell
Wir über uns
Impressionen
Unsere Vögel
Volieren-Besuch & -Service
HelpBird-Vogelpflegestation
Vogel-Pension
Erhaltungszucht der Voliere
Wissenwertes
Mitglied- und Patenschaften
Donatoren & Sponsoren
Kunst- & Sonderausstellungen
Medienecho
Videos
Links
Online-Shop
Sie befinden sich in: Medienecho Tagesanzeiger [Druckfreundliche Ansicht]
Tages-Anzeiger, Montag, 6. September 2004




Tages-Anzeiger, zueritipp, Donnerstag, 2. September 2004

 

Tipps zur Langen Nacht der Zürcher Museen

 

Bildersturm

 

Fernseher ausschalten und rein in die Museen. Stubenhocker verpassen auch dieses Jahr ganz unterschiedliche Highlights.

 

Über unseren Köpfen kreisen Weisskopfseeadler, Gänsegeier, und andere Greifvögel. Schön ist es, Götti zu sein. Mit dem Buben stehe ich im prächtigen Park bei der Voliere und bestaune die Flugschau. Hier wird viel geboten. Aber er will bereits weiter zur Zürcher Museums-Bahn, um deren 100-jährige Dampflok Schnaaggi-Schaaggi zu bewundern. Dann treibt uns der Hunger schnurstracks ins Haus zum Kiel, wo ein indisches Buffet lockt. Und schon zerrt er wieder an meiner Hand. Zu viel hab ich ihm von all den Attraktionen vorgeschwärmt, die speziell für die Kleinen angeboten werden: Skelette aus Papier basteln im Kulturama, Jura-Fossilien suchen im Paläontologischen Museum, Nisthilfen für Wildbienen herstellen im Zoologischen Museeum.

 

Und was ist mit mir? Klarer Fall, auf an die Limmatstrasse. Während dem Kleinen bei Daros Exhibition die wunderbaren Werke der Künstlerin Louise Bourgois via Märchen näher gebracht werden, mach ich mich auf ins Löwenbräu-Areal. Erweiterten Kunstgenuss und ein heiss ersehntes Bier verspricht die Bar-Installation der jungen, ziemlich angesagten Künstlerinnen von Mickry3. Dazu gibts Badge-Verkauf und eine Sound-Performance von Nick Emch. Alles redet vom "Salon Rouge", dem Zelt im Hof des Landesmuseums. Ausstaffiert ganz in Rot mit glamourösen Stoffen aus der St. Galler Textilindustrie, dazu Sound von Rundfunk.fm - der rythmus einer Stadt. Da will ich hin. Einkurzer Blick auf die Uhr, höchste Zeit, den Kleinen abzuholen. Kein roter Salon also. Als geübter Bargänger weiss ich, erst ein Besuch im Kunsthaus rundet die Tour ab, verspricht es doch dieses Jahr eine "Traum- und Schlafreise" mit eigens kreierten Traumbildern der Künstlerin T.K. Kim und des Videoproduzenten Martin Reutimann. Nichts für kleine Kinder. Doch kunst und Märchen scheinen den Kleinen sowieso ermüdet zu haben, und er verlangt null Komma plötzlich nach seinem Bett.

 

Mir auch recht. Schön war es, die Lange Nacht durch Kinderaugen zu sehen, doch auf mich warten noch einige Höhepunkte. Mit etwas angeschlagenen Sinnen und schlappen Beinen setz ich mich um 2.15 Uhr in den VBZ-Shuttle Richtung Sihlwald. Eine nächtliche Führung durch den Naturwald, und das bei jedem Wetter (!), belebt und erfrischt. Ein gelungener Abschluss einer langen Nacht.

 

Martin Rinderknecht 


Tages-Anzeiger, Samstag, 13. März 2004

 

Schwäne sterben an verdorbenen Brot

 

Im Seebecken ist ein Dutzend Schwäne verendet. Sie wurden wahrscheinlich Opfer von Bakterien in Brotstücken. Experten raten vom Füttern ab.

 

Das Füttern von Wasservögeln ist nicht nur unnötig, es kann für die Tiere sogar tödlich enden. So musste die Stadtpolizei im Februar 2004 im Zürcher Seebecken nicht weniger als ein Dutzend Höckerschwäne einsammeln. Die städtische Wasserschutzpolizei entdeckte die toten Tiere innerhalb von wenigen Tagen. Untersuchungen durch das kantonale Tierspital haben jetzt ergeben, dass die Tiere an einer hochgradigen Darmentzündung starben. Die Krankheit wurde durch Bakterien (Clostridium perfringens) verursacht, welche wahrscheinlich durch verdorbenes Brot in den Verdauungstrakt der Schwäne gelangten.

 

Tierspital, Wasserschutzpolizei und Voliere-Gesellschaft rufen dazu auf, das Füttern der Schwäne - aber auch anderer Wildtiere - zu unterlassen. Dass Wasservögeln am See täglich kiloweise Brot und andere Nahrungsmittel verfüttert würden, sei falsch verstandene Tierliebe. Sie führe zu einem massiven Überbestand und zu Mangelerscheinungen. «Diese Nahrung ist eben nicht auf die Verdauung der Tiere abgestimmt. Schwäne ernähren sich normalerweise von Wasserpflanzen», sagt Cordia Wunderwald, Assistentin in der Abteilung Geflügelkrankheiten am Tierspital. «Zu viel Brot beeinträchtigt die Darmflora und macht die Wasservögel anfällig auf verschiedene Krankheiten.» Besonders schwer wiegend könne sich bereits angeschimmeltes Brot auswirken. «Was man selber nicht mehr in den Mund nimmt, kann man nicht einfach Tieren verfüttern», gibt Wunderwald zu bedenken. Auch andere Essensreste und achtlos in den See geworfene Abfälle können die Tiere krank machen. Dass aber so viele Schwäne innert kurzer Zeit gestorben sind, ist laut Wunderwald aussergewöhnlich. (pjm) 


Tages-Anzeiger, Mittwoch 12. November 2003

 

Notschlafstelle für allerlei Vögel

 

Die Voliere im Arboretum am Mythenquai feiert dieses Jahr ihr 100jähriges Bestehen. Sie ist älter als der Zoo und lockt mit den naturnah gestalteten sieben Innen und drei Aussengehegen Vogelfreunde aus ganz Europa an. 40000 Personen informieren sich, ohne Eintritt zahlen zu müssen, jedes Jahr, was hier und anderswo so fleucht  - vom kommunen Hausspatz bis zur Krontaube aus Neuguinea. Denn die Voliere ist auch eine Zuchtstation für Exoten.

 

Bekannt und beliebt ist sie aber vor allem als Auffangstation für schwache, kranke oder verletzte Vögel. Bis zu 500 Notfälle werden jedes Jahr eingeliefert. Dank zwei geheizten Vogel-Briefkästen ist dies rund um die Uhr möglich. Neben Amseln, Mauerseglern, Stadttauben, Sperlingen und Stockenten waren es seit 1988 nicht weniger als 105 verschiedene einheimische Vogelarten. Gut ein Drittel ist nach einigen Tagen Pflege wieder flugtüchtig. Hier landen auch viele Sittiche, Kanarien und Papageien, welche die Welt ausserhalb ihres Käfigs kennen lernen wollten.

 

Die Tierpfleger betreuen zudem Hunderte von gefiederten Feriengästen - und immer mehr Schulklassen. Die Voliere nennt sich selber «Zürichs lebendigstes Schulzimmer». Ab Januar 2004 will sie Schnupperlehren anbieten und demnächst möglicherweise auch eine Tierpfleger-Lehrstelle. Getragen wird die Institution zur Hauptsache von Sponsoren. (ee)