Regenwälder und Weltklima

 | |  Tropischer Regenwald im eigentlichen Sinne ist nur in den immerfeuchten Gegenden beiderseits des Äquators anzutreffen. Hier ist es das ganze Jahr gleichmässig warm, es fallen Niederschläge von gesamthaft mehr als 2000 Millimetern. Die Trockenzeiten dauern höchstens einige Wochen.
|

Wie beeinflussen Regenwälder das Weltklima? So lange sie unberührt bleiben, überhaupt nicht. Anders als man früher glaubte, funktionieren die Regenwälder nicht als globale Klimastabilisatoren. Denn Kohlenstoff, Wasser und Nährstoffe zirkulieren dort in nahezu geschlossenen Kreisläufen, wirken sich also kaum auf das weltweite Klimageschehen aus.
Werden allerdings grosse Waldflächen brandgerodet, so entweicht der zuvor in der Biomasse gespeicherte Kohlenstoff als Kohlendioxid in die Atmosphäre – derzeit jährlich zwischen fünf und elf Milliarden Tonnen. Das entspricht mindestens einem Viertel der gesamten Kohlendioxidmenge, die weltweit zur gleichen Zeit in die Luft entweichen. Unvollständige Verbrennung, Zersetzungsprozesse und landwirtschaftliche Nutzung hinterlassen zusätzliche Treibhausgase wie Methan, Stickoxide, bodennahes Ozon. All diese Gase beeinflussen das Klima erheblich.
Hinzu kommt, dass gerodete Flächen mehr Sonnenenergie zurückstrahlen. Wind und Wasser tragen die dünne Krume ab. Die Gebiete verwüsten, was die Rückstrahlung weiter erhöht und regional zu einer Temperatursenkung führen kann. Die Verdunstung und damit der Wassergehalt der Luft nehmen ab, es bilden sich weniger Wolken.
 Der Treibhauseffekt

Der Treibhauseffekt wird zum grossen Teil durch den Menschen verursacht. Bis zum Jahr 2030 könnte sich die durchschnittliche Temperatur auf der Erde um 2 bis 5 Grad Celsius erhöht haben mit unter Umständen schlimmen Folgen: Schmelzendes Eis in den Polargebieten lässt den Meeresspiegel steigen, Küstengebiete werden überflutet. Schwere Stürme treten auf, die Ernteerträge sinken, Hungersnöte und Wasserknappheit nehmen zu.
Weiter zu "Im Namen des Fortschritts". 
|