Linth Zeitung, Samstag, 4. September 2004

Lange Nacht
Zürich: Heute, Samstag, 4. September, geht ab 19 Uhr die «Lange Nacht der Zürcher Museen» über die Bühne. Der Museumsanlass gehört mittlerweile zum Zürcher Kulturleben wie das Theaterspektakel oder die Juni-Festwochen.
Jahr für Jahr präsentieren sich die Sammlungen in der Stadt Zürich in einem neue Licht. Und jedes jahr beteiligen sich neue Häuser aus den verschiedensten Museumssparten. 45 Museen und Kunsthallen sind dieses Jahr mit von der Partie. Darunter sind auch Gastmuseen wie die Sternwarte Urania, das Metzgermuseum im Zunfthaus Widder, das Theatermuseum am Sihlquai oder die Zürcher Museums-Bahn, deren historische Dampflok gemütlich durch den Sihlwald schnaubt.
Offen bis zum Morgengrauen
Die Lange Nacht beginnt in jedem Museum pünktlich um 19 Uhr und dauert offiziell bis 2 Uhr in de Früh. Ausnahmen bestätigen die Regel: Einzelne Häuser halten die Türen bis zum Morgengrauen offen...
Oft sind es gerade kleine Museen, die mit unvergesslichen Beiträgen überraschen. So lässt die Voliere am Mythenquai zur Eröffnung der Langen Nacht Seeadler und andere zahme Raubvögel über das Seeufer kreisen. In der Stiftung für Eisenplastik, Sammlung Dr. König in Zollikon, werden in Europa erstmals die erschütternden Bilder des Künstlers Arnold Daghani gezeigt, die er zur Kriegszeit in einem deutschen Konzentrationslager schuf. Ein völlig anderes Kulturerlebnis bietet die Shedhalle in der Roten Fabrik, wo der Film «Kubrick, Nixon und der Mann im Mond» präsentiert wird. (zsz) |