Etwa die Hälfte der Waldfläche der Erde liegt in den Tropen (3,4 Milliarden Hektar). Jährlich gehen davon 15,4 Millionen Hektar verloren. Das bedeutet, dass pro Minute etwa 29 Hektar oder 35 Fussballfelder Tropenwald zerstört werden.
Der grösste Teil des Regenwaldes wird durch die Rodungen für landwirtschaftliche Nutzung zerstört. Die Landwirtschafts-Organisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass zwischen 1900 und 1980 etwa die Hälfte aller damaligen Tropenwälder zu Äckern und Weiden umgewandelt oder ganz verwüstet wurden – insgesamt 20 Millionen Quadratkilometer.
Weitere riesige Waldflächen mussten Städten, Industrien und Energieproduktions-Anlagen weichen. In vielen Gegenden fallen die Regenwälder den Sägeblättern zum Opfer und enden als Nutz- oder Brennholz.
Suche nach Bodenschätzen
Die Suche nach Bodenschätzen spielt für die Zerstörung der Wälder ebenfalls eine bedeutende Rolle. Goldsucher beispielsweise versuchen, mit flachen Pfannen Goldstaub aus den Flüssen zu waschen. Bald werden tiefe Gruben angelegt, um mehr Gold zu finden. Um es von wertlosen Bestandteilen zu trennen, wird es mit Hilfe von Quecksilber gereinigt. Dieses flüssige Metall ist hochgiftig. Es schädigt nicht nur die Gesundheit der Goldsucher, sondern gelangt über das Waschwasser in die Flüsse und vergiftet so riesige Landstriche.