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Sind Sie schon einmal von einem Papagei mit einem «wie geht es dir» begrüsst worden? Haben sie anschliessend den Wunsch verspürt, selbst einen dieser sprechbegabten Vögel zu besitzen? Wenn ja, gilt es vor dem Erwerb eines solchen Tieres etliche Punkte zu klären.
Papageien zu halten, ist nicht einfach. Wer einen Papagei sein eigen nennt, um ihn als «Sprechmaschine» seinen Besuchern vorzuführen, ist von Tierliebe und Verantwortungsgefühl für ein sensibles Lebewesen weit entfernt. Papageien – zu ihnen gehören die beliebten und lebhaften Amazonen – sind intelligente Hausgenossen, die viel Aufmerksamkeit und Zuwendung brauchen.
Optimale Voraussetzungen
Papageien sind gesellige Tiere, die sich im Freiland zu Paaren zusammenfinden oder in Schwärmen anzutreffen sind. Deshalb sollten sie auch in Menschenobhut nicht einzeln gehalten werden. Wer allerdings einen Papagei seit Jahren ohne Artgenossen hält, sollte es dabei belassen. Einmal ans Alleinsein gewöhnte Papageien tun sich meist schwer, einen Partner zu akzeptieren.
Entschliesst man sich zum Kauf von Papageien, ist ein weiterer Punkt zu beachten: erwerben Sie keine Wildfänge; es gibt heute in der Schweiz genügend Nachzucht. Ein seriöser Züchter kennt auch das genaue Alter seiner Jungvögel.
Unterbringung und Pflege
Bevor die Papageien am neuen Pflegeort eintreffen, soll die Unterkunft gut vorbereitet sein. Für die Voliere gilt: So gross wie möglich! Die Mindestmasse von zirka 100 x 100 x 150 cm sollten keinesfalls unterschritten werden. Die Haltung in geräumigen Zimmervolieren – im Sommer in Aussenvolieren – wäre der Idealfall.
Als Sitzgelegenheiten eignen sich Äste von Laubbäumen. Sie sollten verschieden dick sein; die Krallen der Vögel dürfen sie nicht ganz umspannen. Gut eignen sich auch Kletterbäume, die man kaufen oder leicht selbst herstellen kann. Alle Krummschnäbler nagen oft und gern. Bieten Sie Ihren Papageien deshalb öfters frische Haselnuss- und Weidenzweige an.

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Spezieller Vogelsand, zusätzlich zum Einstreu auf den Boden der Voliere gestreut, hält die Tiere gesund. Futter- und Wassernäpfe sind so anzubringen, dass sie nicht durch Kot verschmutzt werden können; sie müssen täglich mit heissem Wasser gereinigt werden. Eine Badegelegenheit darf ebenfalls nicht fehlen. Nicht alle Papageien, aber speziell die aus dem Regenwald stammenden Amazonen mögen es, wenn man sie regelmässig mit lauwarmem Wasser besprüht.
Achtung bei Freiflug in der Wohnung: Wenn Papageien an ungeeigneten Zimmerpflanzen knabbern, kann dies zu Erbrechen, Durchfall, Vergiftungen und unter Umständen zum Tod führen!
Gesunde Ernährung
Als Hauptfutter eignen sich im Handel angebotene Futtermischungen für Gross- und Kleinpapageien. Darüber hinaus nahezu alle bei uns erhältlichen Obst- und Gemüsesorten in ausgewogenem Reifezustand. Es empfiehlt sich, Obst und Gemüse vor dem Verfüttern zu waschen und in «krallengerechte» Stücke zu zerkleinern.
Nicht fehlen darf ein Mineralkalkstein oder – wenn Papageien diesen in Minuten «zerlegen» – Kalkpulver, das jeden dritten Tag übers Futter gestreut wird.
Amazonen-Papageien gewöhnen sich schnell an ihre neue Umgebung. Sie haben ihren Namen nach dem Amazonasgebiet bekommen, leben in Mittel- und Südamerika sowie auf den Inseln vor den Küsten des Kontinents. Besonders wohl fühlen sie sich in der Nähe von Flussniederungen in gemässigten bis heissen Zonen. Ihren leicht tollpatschigen Gang machen Amazonen-Papageien wett durch ihre kunstvolle Kletterei. In freier Natur leben sie in Grossfamilien.
Wenn Amazonen, die ein Alter von rund 40 Jahren erreichen können, handzahm werden, führen sie ihrem Betreuer oder ihrer Betreuerin die drolligsten Kunststücke vor. So schlagen sie unter anderem auch Purzelbäume. Die Menschenliebe danken sie mit grosser Zutraulichkeit und charmanter Liebenswürdigkeit.

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