Das fehlende Bindeglied?

Ob und wie gut Archaeopteryx schon fliegen konnte, weiss niemand. Vermutlich waren seine ersten Flugversuche plump und unbeholfen, und es brauchte weitere Millionen von Jahren, bis sich Vögel zu Meistern der Lüfte entwickelt haben.
Wie der Urvogel zu seinen Federn gekommen war und warum sie sich langsam zu Schwungfedern umbildeten, bleibt ein Rätsel. Sicher ist, dass sich die Vogelfedern aus den hornigen Schuppen der Reptilien entwickelt haben. Eine Verlängerung der Reptilienschuppen zur Bildung einer äusseren Isolierschicht könnte der Anfang gewesen sein.
Der Hoatzin
Der Hoatzin des tropischen Südamerika ist ein Vogel mit eindeutig prähistorischem Erscheinungsbild. Er besitzt einen ausserordentlich grossen Kropf, der eine hoch spezialisierte Anpassung bildet, um die Nahrung zu zerkleinern – dabei handelt es sich um die Blätter, Knospen, Früchte und Blüten einiger weniger Baum- und Buscharten.

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Der Hoatzin brütet das ganze Jahr über. Schon wenige Tage nach dem Schlüpfen verlassen die Küken das Nest und können mit den Füssen und dem Schnabel und den speziell angepassten Flügeln – sie weisen zwei Krallen auf – umherklettern. Mit dem Wachstum des Kükens verschwinden diese Krallen und den Erwachsenen fehlen sie ganz.
Diese bemerkenswerte Vogelart lässt die Wissenschafter spekulieren, dass sie das fehlende Bindeglied zwischen den Reptilien und Vögeln darstellen könnten, besonders, wenn man bedenkt, dass die Krallen der Küken in ihrer Gestalt denen des Archaeopteryx recht ähnlich sind.
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