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Blaukrönchen (Loriculus galgulus)






Blaukrönchen-Männchen.

Steckbrief

Grösse: 12 cm 
Verbreitungsgebiet: Süd-Thailand, Malaysia, Singapur, Borneo, Sumatra und einige umliegende Inseln 
Lebensraum: Regenwälder, Parkanlagen, Plantagen und Obstgärten 
Lebensweise: leben in kleinen Gruppen, vorwiegend auf blühenden Bäumen 
Nahrung: Früchte, Blütennektar und -pollen, Samen und Insekten 



Schlafen wie die Fledermaus

Die flinken, zierlichen Blaukrönchen, die zu den sogenannten Fledermaus-Papageien zählen, sind für viele Besucher die heimlichen Stars der Voliere. Aus gutem Grund: Nachts schlafen sie kopfüber an den Ästen hängend. 

 

Die zu den sogenannten Fledermauspapageien zählenden Blaukrönchen sind ebenfalls in Südostasien zu Hause, unter anderem in Süd-Thailand, Malaysia, Singapur, Sumatra und Kalimantan (Borneo).

 

Lebensraum der Blaukrönchen sind Tieflandwälder und Mangrovengebiete. Sie bevorzugen Landschaften mit blühenden Bäumen, sind jedoch auch in Bambusbeständen, Obstplantagen und Gärten bis in Höhen von 1200 Metern anzutreffen.

 

Der blaue Scheitelfleck verhalf den Blaukrönchen zu ihrem Namen. Hauptgefiederfarbe ist ein kräftiges Grün; die Männchen besitzen eine auffallend rote Kehle. Adulte Vögel haben einen schwarzen Schnabel.

Selten einzeln, meist zu zweit oder in Gruppen turnen die 12 Zentimeter kleinen Blaukrönchen flink durchs Geäst und hängen auch kopfunter, vor allem nachts.

 

 

 


Was auf der Seite der Blaubürzeligen Schönloris über Haltung, Fütterung und Reinigung gesagt wurde, gilt im Wesentlichen auch für die Blaukrönchen. Sie ernähren sich von Blütennektar, Pollen, Früchten, Samen und verschiedenen Kleininsekten. Die Brutzeit liegt zwischen Januar und Juli, gebrütet wird in Baumhöhlen.

 

In der Zürcher Voliere am Mythenquai sind die Blaukrönchen Nachbarn der Schönloris. Ihre Voliere ist 2 Meter lang, 2,4 Meter breit und ebenfalls 2,8 Meter hoch. Die Einrichtung gleicht derjenigen der Schönlori-Voliere, doch hier haben Grünpflanzen durchaus Bestand. Als Bruthöhle dient ein ausgehöhltes Baumstamm-Stück. Als Nistmaterial bietet man frische Zweige, am besten aus Holunder und Efeu. Mit dem Schnabel zerschneidet das Weibchen die Blätter in kleine Stücke und steckt sie ins Bürzelgefieder. Auch zernagt es morsches Holz und trägt es auf die gleiche Weise ins Nest.

 

Meist besteht das Gelege aus zwei bis vier Eiern. Die Brutzeit beträgt 20 Tage. Junge Blaukrönchen verlassen die Bruthöhle im  Alter von 34 bis 35 Tagen.

 

16 Jungvögel sind in unserer Voliere zwischen 1986 und 2005 aufgezogen worden.

 


 

Text / Fotos: Herbert und Katharina Haefelin, Oliver Kehl